„Familie kann man sich nicht aussuchen“ – ABER man kann sie ordnen!

Der systemische Coaching Ansatz kommt selten ohne einen Blick auf die Familie aus. Tatsächlich ist das Metathema, also das Kernthema, meistens in der Familie zu finden. Unsere Familiengeschichte und unsere Ahnen und ihr Schicksal, können sehr vielschichtig und komplex auf uns wirken. In diesem Text geht es deshalb vorerst nur um die Eltern.

 

 Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nichts im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und Coaching so kraft- und wirkungsvoll ist, wie der Blick auf das Familiensystem und die Lösung von Verstrickungen. Denn verstrickt sind wir so gut wie alle. Was meine ich damit? 

 

Wenn Ordnung herrscht, ist alles gut! 

Jedes System hat eine Ordnung, so auch ein Familiensystem, du hast deinen Platz darin, genauso wie deine Eltern, Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkeln und all deine Ahnen. Wenn Ordnung im System herrscht, gibt es für die Familienmitglieder wenig gravierende Probleme, sie leben weitgehend harmonisch und zufrieden, die alltäglichen Dinge gehen leicht von der Hand und du bist mit Erfolg im Beruf und im Privatleben gesegnet. Ein komplett aufgeräumtes Familiensystem ist ein Segen und selten der Fall 😉

 

 

Vor allem immer wiederkehrende Themen und Probleme, die du dir einfach nicht erklären kannst, können ein Hinweis darauf sein, dass in deinem System Unordnung herrscht. Auch wenn du dich in gewissen Situationen nicht wie du selbst fühlst oder handelst, wie es eigentlich nicht deine Art ist und dich beinahe fremdgesteuert fühlst, kann es sein, dass du Dinge mit dir rumschleppst, die eigentlich nicht dir gehören. 

"Ich mach's statt dir, liebe Mama" - Leiden aus Liebe 

So stehen wir uns sogar im Erwachsenenalter noch oft selbst im Weg. Sind nicht erfolgreich im Job, weil es die Mama auch nicht war und wir uns unbewusst solidarisch mit ihr zeigen wollen. Oder wir werden nicht glücklich in der Liebe, weil ja noch nie jemand in der Familie eine wirklich gute Beziehung hatte. Oder wir wollen den Vater nicht verlassen, weil ihn doch die Mutter schon allein gelassen hat. Das eigene Leben glücklich und voll zu leben, wird so natürlich schwierig.

 

 

Nun wirst du dich vielleicht angesprochen fühlen. Es kann aber auch sein, dass du diese Theorie für Blödsinn hältst, weil du natürlich kognitiv in der Lage bist zu erkennen, dass es nichts bringt mit den Eltern zu leiden. Wichtig ist es, zu verstehen, dass diese Verstrickungen komplett unbewusst passieren und deshalb sind sie so mächtig. 

Anerkennen was ist - die 3 Schritte zur Lösung 

Der erste Schritt, ist zu erkennen und den Gedanken zu zulassen, dass hier die Wurzel des Problems begraben sein können.

 

Der zweite Schritt ist, zu erkennen, dass auch in der eigenen Familie nicht alles perfekt ist und dass das auch nicht schlimm ist. Gerade Menschen, die eigentlich eine gute Beziehung zu ihren Eltern haben, fällt dieser Schritt oft sehr schwer. Dabei kann das Wissen hilfreich sein, dass deine Eltern immer so gehandelt haben, wie sie dachten, dass es am besten wäre. Auch sie sind nur Menschen mit vielen Rollen, sie sind nicht nur Mama und Papa von denen erwartet wird, dass sie alles wissen.  

 

 

Sind diese Schritten geschafft, könnte es an die Lösung gehen, doch genau bei diesem Schritt, kann noch ganz viel hochkommen und es nicht möglich sein, das Päckchen, das man trägt an die Eltern zurück zu geben. Mit Hilfe eines Aufstellungsbrettes in Kombination mit wingwave können diese Themen aber meist gelöst werden. 

Mach's dir leicht und lass es dir gut gehen!

Das größte Geschenk, dass du dir und deinen Eltern machen kannst ist, das Leben ganz zu nehmen. Wenn du deinen Platz einnimmst, geht es dir und allen Beteiligten besser. Mach’s dir leicht und lass es dir gut gehen und achte auf dich!

 

 

Wenn du dich angesprochen fühlst und ein Problem hast, das möglicherweise auf eine familiäre Verstrickung hindeutet, melde dich gerne bei mir. 

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